TERRA
2026
Wohnbau
LAGE °
Pöstlingberg, Linz, AT
Studio Typology °
Anna Wickenhauser, Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Martin Bauer, Univ.-Ass. Dipl.-Ing.
In einer Zeit der zunehmenden Bodenversiegelung und sozialen Isolation hinterfragt der Entwurf konventionelle Wohnformen und deren Einbettung in die Natur. Der Boden selbst wird zu einem aktiven Element der Architektur. Das Haus wird zum Klimaregler, die Topografie zum sozialen Bindeglied.
Der Entwurf nutzt die Hanglage für eine terrassierte Verdichtung, die das Verhältnis zwischen individuellem Freiraum und kollektiver Mitte präzise austariert. Ein zentraler „Cut“ erschließt Platzsequenzen und bildet einen dörflichen Mittelpunkt am Waldrand aus. Private Gärten kontrastieren mit gemeinschaftlich aktivierten Dachebenen, die als produktive Freiräume der sozialen Vereinzelung entgegenwirken.
Die Konstruktion bricht mit konventionellen Standards: Stahlspundwände ersetzen Betonfundamente und fungieren simultan als Tragwerk, Abdichtung und Fassade. Im Inneren bildet monolithischer Hanfkalk die thermische Hülle. Dieses duale System aus industrieller Tektonik und biogener Dämmung ist vollständig rückbaubar und zirkulär gedacht.
Das Gebäude nutzt die thermische Trägheit des Erdreichs. Ein Klappensystem im Hanfkalk nutzt die konstante Erdtemperatur (ca. 12°C) zur sommerlichen Kühlung durch eine Luftzirkulation entlang der Spundwand. Im Winter bildet die geschlossene Hanfkalk-Hülle einen effizienten thermischen Abschluss, der die Wärme im Inneren speichert.
Das Gebäude nutzt die thermische Trägheit des Erdreichs. Ein Klappensystem im Hanfkalk nutzt die konstante Erdtemperatur (ca. 12°C) zur sommerlichen Kühlung durch eine Luftzirkulation entlang der Spundwand. Im Winter bildet die geschlossene Hanfkalk-Hülle einen effizienten thermischen Abschluss, der die Wärme im Inneren speichert.